Zeit für ein Update?

Die Konzeption der Kritischen Solidarität in der Polizeiseelsorge

Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer haben zwei Arbeitsschwerpunkte: Polizeiseelsorge und Unterricht polizeilicher Berufsethik. Ihr Verhältnis zur Polizei ist nach ihrem Selbstverständnis geprägt von Kritischer Solidarität, einer Konzeption, die aus der Militärseelsorge stammt und von Polizeipfarrer:innen adaptiert wurde. 2004 fand der Anspruch, die polizeiliche Arbeit kritisch und solidarisch zu begleiten, Eingang in die Standortbestimmung der Konferenz evangelischer Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorger in Deutschland (KEPP). Nach über 20 Jahren hat die KEPP sich mit der Frage befasst, ob die Konzeption noch den gegenwärtigen Anforderungen und dem eigenen Selbstverständnis entspricht. Wenn die Formel noch nützlich ist, bedarf es dann eines Updates auf eine „Kritische Solidarität 2.0“? Dies war die Leitfrage der Frühjahrstagung der Konferenz evangelischer Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer (KEPP), die unter dem Titel „Zauberformel oder Ladenhüter: Kritische Solidarität 2.0“ vom 10.– 14. März 2025 im Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain stattfand. Der folgende Text ist eine leicht überarbeitete Version meines Einführungsvortrags.

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