Wir leben in einer unversöhnten Welt – das merkt man vor allem daran, dass Menschen einander die Pest an den Hals wünschen. Petra Bahr, Regionalbischöfin in Hannover hat neulich getwittert: „Die, die mir wortreich erklären, warum die Pandemie eine Strafe Gottes ist, zählen sich nie zu denen, die eine Strafe treffen sollte.“ In der Tat gibt es die dubiosesten Erklärung von bestimmten Christen im Internet: Die Pandemie sei eine Strafe für Feminismus, für Homosexualität, oder gleich die ganze liberale westliche Welt. Warum die meisten Opfer ältere Männer sind, warum Corana weltumspannend wütet und warum es mehrere besonders fromme Kirchen und Gemeinden traf, wird nicht erklärt. Die einfache Antwort: Weil Corona eben keine Strafe Gottes ist.
„Tag 28: Wer ist Gott wie du? (Predigt)“ weiterlesenTag 27: Ein offenes Haus
Am Vormittag haben wir erneut die Öffnung des Gemeindehauses in Angriff genommen. Erste Vorüberlegungen hatten wir schon an Tag 5 angestellt, wobei ich einiges mehr über die Gemeindegruppen erfahren habe. Heute stand für mich mehr das Haus selbst im Blick. Wenn von „Raum 2“ und „Raum 5“ die Rede ist, bekomme ich langsam eine Vorstellung, welcher Raum gemeint ist.
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Heute hat ich ein Date mit KirA. Nein, nicht mit Kira, meiner (Ex-)Vikarin, sondern mit KirA. KirA ist die Abkürzung für „Kirchlicher Arbeitsplatz“. KirA ist ein wichtiges Werkzeug für das kirchliche Meldewesen, man kann auch sagen: die Gemeindegliederverwaltung. Hier wird das digitale Kirchbuch geführt, d.h. es werden Taufen, Trauungen und Beerdigungen erfasst. KirA dient zur Erfassung und Auswertung der kirchlichen Statistik. Es ist natürlich spannend zu sehen, wie die Friedens-Kirchengemeinde in Zahlen aussieht.
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Heute abend habe ich mal einen ersten langsamen Erkundungslauf gemacht – einfach der Nase nach. Ein paar ganz schöne Stellen waren dabei, aber meine Lieblingsstrecke wird das nicht. Knapp 13 km in gemächlichen 90 Minuten. Der erste Eindruck: Münster ist deutlich mehr Fahrradstadt als Läuferstadt. Und ziemlich flach. Die Strecke bietet Höhenunterschiede von gerade mal 25 Metern. Die höchste Erhebung: 61m ü. NN am Bahndamm.
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Zur Gremmendorfer Stadtteilgeschichte gehört, wie schon berichtet, der Pängelanton. Die Karnevalsgesellschaft, der das Lok-Denkmal gehört, hat ihren Ursprung in einer niederdeutschen Laienspielgruppe, der heutigen Niederdeutschen Heimatbühne. Mit dem Präsidenten Jochem Lüke und Wolfgang Klein, der die Öffentlichkeitsarbeit für den Verein macht, gab es heute ein kleines Treffen im Ev. Gemeindehaus. Die Niederdeutsche Heimtatbühne sucht für den Übergang eine Spielstätte, und würde gerne unser Gemeindehaus dafür nutzen.
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Bei Konversion versteht der Theologe in mir natürlich erstmal nur: „Bekehrung“ oder Religions- und Konfessionswechsel. Heute habe ich aber gelernt, dass „Konversion“ auch ein städtebaulicher Begriff ist. Im Bereich der Stadtplanung geht dabei um die Umwandlung von Flächen, z.B. von Brach- und Bauland – oder die Umnutzung von ehemaligen militärischen Bereichen in zivil genutzte Bereiche. Eine solche Konversion findet ein paar hundert Meter von uns auf der anderen Seite des Albersloher Wegs statt: Die Konversion der York-Kaserne. Die riesige Fläche gehört zum Gemeindegebiet und in Zukunft werden hier neue Gemeindeglieder siedeln.
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Heute habe ich zum ersten Mal mit dem Fahrrad die Gemeindegrenze überschritten. Auf der Agenda stand ein Besprechungstermin im Kreiskirchenamt mit dem neuen Superintendenten Holger Erdmann und Vertretern aus der Friedens-Kirchengemeinde und der Kirchengemeinde Wolbeck. Mit dem Rad dauert es keine halbe Stunde vom Pfarrhaus bis zur Superintendentur.
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Ein junger Mann kommt zu einer alten Frau und erzählt: „Leben ist so schwer. Alles drückt mich nieder.“ „Aber nein“, sagt die Alte, „Leben ist federleicht.“ „Ich habe das Gefühl, ich breche bald unter dem Gewicht zusammen“, stöhnt der Junge, doch die Alte entgegnet: „Die meisten Lasten legen wir uns selbst auf die Schultern.“ „Aber …“, will der Junge einwenden, doch die Alte hebt Einhalt gebietend die Hand: „Dieses ‚aber‘ allein wiegt schon eine Tonne.“ – Von Sorgen erfüllt und eingebunden in die Mühen des alltäglichen Hamsterrads ist für manche das Leben fast unverträglich, während andere mit Leichtigkeit durchs Leben schlendern.
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Heute war mein erster Konfi-Projekttag in der Friedens-Kirchengemeinde. Es lief zwar anders, als es das Konfi-Team hier gewohnt ist, aber alle waren am Ende ganz zufrieden damit. Im Zentrum stand Psalm 23. Da der Unterricht Corona-konform geschehen sollte, lief er in Form eines Stationenlaufes ab. Die Konfis kamen in 20 Minuten-Abständen und wurden dann losgeschickt, um sich an verschiedenen Punkten in Angelmodde mit Aspekten des Psalms zu beschäftigen. Dabei wurden manche Psalmbilder auch konkret erfahrbar.
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Wenn es einen roten Faden gibt, der sich vom Vikariat bis zur jetzigen Pfarrstelle zieht, dann ist es der Pängelanton. Das Wort – ein westfälischer Ausdruck für eine Dampflok – ist mir das erste Mal in Lippstadt begegnet, wo eine ehemalige Bahnstrecke durchführte. Auch in Soest gab es einen entsprechenden Bezug, unter anderem über einen Radweg von Soest nach Brilon. In Beckum war vom Pängelanton als Bummelbahn nach Münster die Rede und entsprechend nimmt Münster den Bezug auf.
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