Zeit für ein Update?

Die Konzeption der Kritischen Solidarität in der Polizeiseelsorge

Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer haben zwei Arbeitsschwerpunkte: Polizeiseelsorge und Unterricht polizeilicher Berufsethik. Ihr Verhältnis zur Polizei ist nach ihrem Selbstverständnis geprägt von Kritischer Solidarität, einer Konzeption, die aus der Militärseelsorge stammt und von Polizeipfarrer:innen adaptiert wurde. 2004 fand der Anspruch, die polizeiliche Arbeit kritisch und solidarisch zu begleiten, Eingang in die Standortbestimmung der Konferenz evangelischer Polizeipfarrerinnen und Polizeipfarrer in Deutschland (KEPP). Nach über 20 Jahren hat die KEPP sich mit der Frage befasst, ob die Konzeption noch den gegenwärtigen Anforderungen und dem eigenen Selbstverständnis entspricht. Wenn die Formel noch nützlich ist, bedarf es dann eines Updates auf eine „Kritische Solidarität 2.0“? Dies war die Leitfrage der Frühjahrstagung der KEPP, die unter dem Titel „Zauberformel oder Ladenhüter: Kritische Solidarität 2.0“ vom 10. – 14. März 2025 im Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain stattfand. Der folgende Text ist eine leicht überarbeitete Version meines Einführungsvortrags.

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Dem Guten nachjagen

Zu einem Einführungsgottesdienst von Pfarrer:innen gehört, dass der oder die Eingeführte die Predigt hält. Am 23. Januar 2025 wurde ich in einem Gottesdienst in der Friedenskirche in Münster offiziell in meine Polizei-Pfarrstelle eingeführt. Die Stelle als Polizeipfarrer hatte ich am 1. August 2024 angetreten (siehe Neue Perspektiven). Meine Aufgaben sind zum einen, im Auftrag der EKD „Ethik im Polizeiberuf“ an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster-Hiltrup zu unterrichten und zum anderen für die EKvW am „Zentrum für Ethische Bildung und Seelsorge“ (ZeBuS) am LAFP der Polizei NRW mitzuarbeiten. Hier die ausformulierte Fassung meiner Predigt.

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