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Category Archives: Schreiben
Die Moral von der Geschicht
Jede Erzählung, so behauptet Benjamin in Der Erzähler, führt „offen oder versteckt, ihren Nutzen mit sich“ (388), und zwar in Gestalt einer Moral, einer Anweisung, eines Sprichworts oder einer Lebensregel. Der Erzähler ist „ein Mann, der dem Hörer Rat weiß“ … Continue reading
Erzähler als Handwerker
Walter Benjamin denkt am Werk Nikolai Lesskows entlang über den Erzähler nach (in Illuminationen). Es gibt, so Benjamins These, immer weniger Menschen, die noch erzählen können: Die Kunst des Erzählens geht zu Ende. Damit geht eine wichtige Fähigkeit verloren, nämlich … Continue reading
Zettel in der Schachtel
Wittgensteins Arbeitsweise bestand darin “aus der großen Menge dessen, was er schrieb, kurze, unabhängige Stücke als relativ befriedigend auszuwählen und sie in Gruppen zusammenzuordnen” (Anscomb und von Wright im Vorwort zu Zettel). In seinem Nachlass fand sich aber auch eine … Continue reading
Abgelegte Gedanken
Manchmal, wenn ich in alte Notizen schaue, entdecke ich abgelegte und zu unrecht vergessene Gedanken wieder. Oft frage ich mich allerdings auch: Was wollte ich damit sagen? Ich werde zu meinem eigenen Exegeten und wünsche mir, ich hätte mich damals … Continue reading
Zettel nummerieren
Wer einen Zettelkasten führt, wird in der Regel die Zettel einfach durchnummerieren: 1, 2, 3, 4, … Das geht, keine Frage, unendlich weiter. Will man später einen Zettel nachträglich einfügen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, aber am Einfachsten ist sicher, den … Continue reading
Mit der Feder denken
Wittgenstein schreibt: “Ich denke tatsächlich mit der Feder, denn mein Kopf weiß oft nichts von dem, was meine Hand schreibt.” (in den “Vermischten Bemerkungen”) – Schreiben ist mehr als seine Gedanken zu Papier bringen. Wenn man erst denkt und dann … Continue reading
Roman vs. Erzählung
Der Roman, so Benjamin, stiehlt der Erzählung zu Beginn der Neuzeit die Bedeutung. Anders als die Erzählung geht der Roman weder aus der mündlichen Tradition hervor, noch mündet er in mündliche Tradition. Der Roman bleibt wie der Romancier für sich: … Continue reading
Blick in die Romanwerkstatt
“[E]in Roman ist die Erschaffung nicht eines Augenblicks oder einer Szene“, sagt Hanns-Josef Ortheil, „er ist die Erschaffung eines poetischen Universums.” (S. 48) In Vorlesungen und Seminaren haben der Schriftsteller Ortheil und der Lektor Klaus Siblewski einen Einblick in diesen … Continue reading